INOLA: Energiewende vor Ort

Wenn Energiewende und Klimaschutz gelingen sollen, müssen alle daran mitarbeiten. das Projekt "INOLA"könnte ein Vorbild für andere Regionen Deutschlands sein.

 

INOLA Innovationsverbund

 

Fünf Buchstaben, die es in sich haben: Die Abkürzung INOLA steht für „Innovation für die Region Oberland“. Dahintersteckt ein Modellplan für die drei Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau, die ab dem Jahr 2035 die Energieversorgung für Bevölkerung und Unternehmen allein durch erneuerbare Energien sicherstellen wollen.

 

Gefragt sind ganzheitliche Konzepte und innovative Lösungen, die auch Konflikte zwischen Energie- und Landnutzung berücksichtigen, wie zum Beispiel im Bereich Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus. Damit dies gelingt, wurde das Projekt INOLA gegründet, das über den Zeitraum von fünf Jahren von 2014 bis 2019 Lösungsansätze für ein nachhaltiges Land- und Energie-Management finden soll. Am Ende der Projektlaufzeit steht dann die Erarbeitung eines sogenannten Innovationskonzeptes.

 

Wachstum und Energieverbrauch

Auch Wasserkraft gehört zur Energiewende

Das bayerische Oberland südlich von München ist eine wirtschaftlich sehr dynamische Region mit wachsender Bevölkerung. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche wird in den nächsten 20 Jahren deshalb deutlich steigen, deren Konkurrenz zu Flächen mit landwirtschaftlicher und touristischer Nutzung sowie zur Energieproduktion zunehmen. Außerdem verbrauchen mehr Menschen auch mehr Energie. Die drei oberbayerischen Landkreise verfügen über ein gutes natürliches Potenzial für erneuerbare Energien, das allerdings im bayern- und deutschlandweiten Vergleich bisher noch unterdurchschnittlich ausgeschöpft ist. Gleichzeitig setzen sich viele Bürger und Institutionen für die Energiewende ein, beispielsweise in der Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO).

 

INOLA ist kein klassisches Forschungsprojekt, sondern eine Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis, das möglichst viele regionale Akteure miteinbeziehen will. Geleitet wird der Projektverbund von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Energiewende Oberland. Weitere Partner sind unter anderen das Münchner ifo-Institut und die Hochschule Kempten. INOLA ist eines von bundesweit neun Projekten, die das Bundesforschungsministerium im Rahmen des Programms „Transdisziplinäre Innovationsgruppen im Nachhaltigen Landmanagement“ fördert. Begonnen wurde bereits mit einer Ist- und Potenzialanalyse der drei Landkreise, beispielsweise zu Möglichkeiten der Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz. Weiter soll die Entwicklung und Bewertung von Zukunftsszenarien für die Landkreise unter Berücksichtigung der Bereiche Energie, Landschaft, Wohnen und Wirtschaft zu einem gemeinsamen Zukunftsbild für die Region führen. Dazu werden Institutionen-, Konflikt- und Akzeptanzanalysen gemacht. Ziel ist schlussendlich ein umsetzungsorientiertes Handlungskonzept für die Energiewende, das mit den Akteuren der Region abgestimmt ist.

 

Die Rolle der Tyczka Group

Gleichzeitig soll INOLA aber auch übertragbares Wissen erarbeiten, wie in anderen deutschen Regionen mit vielfältigen Flächennutzungskonflikten der Übergang zu einem nachhaltigeren Landnutzungs- und Energiesystem moderiert und gestaltet werden kann. Denn wirkungsvolle Innovationsstrategien stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit und geben wichtige Impulse für Lebensqualität und Attraktivität einer Region.

 

Das Thema Nachhaltigkeit ist schon lange in den Unternehmenswerten der  Tyczka Group verankert. Daher gehört sie auch zu den Gründungsstiftern der Energiewende Oberland. Den Weg in das post-carbone Zeit­alter gestalten die Unternehmen der Tyczka Group aktiv mit und nehmen an verschiedenen Arbeitsgruppen des INOLA-Projektes teil.

 

Alle Akteure in einem Boot

Der INOLA-Innovationsverbund behandelt unter anderem folgende Zukunftsfragen, denen sich auch andere Regionen in Deutschland stellen müssen:

  1. Wie kann die Region Oberland gemeinsam das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung und Landnutzung erreichen?
  2. Welche Nutzungs- und Interessenkonflikte sind bei der Umsetzung der Energiewende in der Region zu erwarten
  3. und welche Ansätze sind geeignet, diese Konflikte zu vermeiden?
  4. Wie können Bürger, Unternehmen und Initiativen frühzeitig in die Planung einbezogen werden und damit die Akzeptanz gesteigert werden?
  5. Wie kann die Energiewende sinnvoll mit der Gesamtentwicklung der Region verzahnt werden?
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