Florenz dankt Tyczka für Kunstschatz-Rettung

Dr. Tyczka erhält den Pegasus für die Rettung der Florenzer Kunstschätze

 

Aufmerksame Florenzbesucher könen es heute noch sehen: An vielen Häuserwänden zeigen Markierungen, wie hoch das Wasser während der Flutkatastrophe in der toskanischen Stadt am 4. November 1966 stand. Aber was heißt stand: Mit 60 Stundenkilometern rauschte damals der Fluss Arno durch die Straßen, nachdem ein Jahrhundertunwetter tagelang der Region zugesetzt hatte. 34 Menschen fanden allein in Florenz den Tod. Zahlreiche Kunstschätze schienen für immer verloren, darunter wertvolle Gemälde und Fresken in den Kirchen.

Freskentrocknung in Florenz

Restauration der Fresken nach der Flut 1966

 

Doch die große Hilfsbereitschaft aus der gesamten Welt brachte die Wende. Mittendrin: Dr. Hans-Wolfgang Tyczka, damals 41 Jahre alt, Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, das über eine große Expertise in der Bautrocknung verfügte. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern machte er sich nach Florenz auf und entwickelte mit Professor Dr.-Ing. Massari von der Universität Florenz vor Ort ein Verfahren zur Trocknung der unersetzlichen Fresken und Wandmalereien, das später sogar patentiert wurde. Gut dreieinhalb Jahre dauerte der Einsatz, bei dem 24 Stunden am Tag in Schichten gearbeitet wurde. „Einer unserer Mitarbeiter hat sogar seine Hochzeit spontan nach Florenz verlegt“, erinnert sich Dr. Tyczka, „weil er nicht nach Hause konnte. Und so kam es, dass die Mönche von Santa Croce die Hochzeit in dieser wunderschönen Basilika ausrichteten. Das war für alle ein unvergessliches Erlebnis.“

 

50 Jahre später ist dieser Einsatz der vielen internationalen Helfer in Florenz unvergessen. Und so wurde im vergangenen Jahr Dr. Tyczka für sein damaliges Engagement nun noch eine ganz besondere Ehre zuteil, als er im November zum Welt-Flüssiggas-Kongress nach Florenz gereist war. Seine Anwesenheit nutzte Stefania Saccardi, Gesundheitsministerin der Region Toscana, um ihm für seine damalige Hilfe zu danken. Im feierlichen Rahmen erhielt Dr. Tyczka einen silbernen Pegasus – das Symbol der Toskana – sowie einen großen Bildband als Auszeichnung.

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